In den letzten Monaten hatte ich mich irgendwie daran gewöhnt, dass die Entwicklungsumgebung IBM® Rational® Application Developer for WebSphere® einem die Arbeit mehr erschwert als erleichtert. Man ist meistens damit beschäftigt angebliche Compiler-Fehler zu korrigieren.
Angebliche? Ja! Aus irgendwelchen Gründen werden nach einem Start des Workspaces die Abhängigkeiten nicht richtig aufgelöst und das führt dann zu hunderten von Compiler-Fehlern. Die Korrektur kann unterschiedlich sein: Schließen und Öffnen eines Projektes, Update EAR libraries nutzen, Clear Project usw.
Dies sollte der Vergangenheit angehören durch einen Wechsel auf MyEclipse Blue Edition.
Leider wurde diese mit Hilfe der Testversion diese Entwicklungsumgebung nicht vorab getestet.
Denn ein Feature, das für andere Application Server genutzt werden kann, ist aus Sicht des WebSphere AS eher als Bug anzusehen: Wenn ein Punkt in einem Projektnamen vorkommt, so wird alles nach dem letzten Punkt beim Deployment abgeschnitten. Dann weißt der WebSphere darauf hin, dass bereits ein EAR mit dem gleichen Namen deployed wurde.
Dieses “Feature” soll seit mehreren Jahren deaktivierbar gemacht werden; bis heute ist nichts passiert! So wird man genötigt, alle Punkte aus den Projektnamen zu entfernen.
Wenn dann gleichzeitig noch ein Wechsel der Application Server Version gemacht wird, ist die Verwirrung perfekt! Ist die neue Entwicklungsumgebung oder die neue Version des Application Servers schuld, dass etwas nicht funktioniert? So gehen wieder unendliche Stunden für das Handling einer Entwicklungsumgebung drauf.
Wahrscheinlich ist die Vorgehensweise eine falsche: Sollte man vielleicht besser auf dem lokalen Rechner mit einem leichtgewichtigeren Application Server testen? Denn nicht nur die Probleme innerhalb der Entwicklungsumgebung machen die Entwicklungsarbeit schwer, sondern auch das Warten beim Starten und Stoppen des Application Servers.
Wenn man dann auf einem anderen Application Server deployed, muss man vielleicht einmal die Applikationen anpassen. Aber man umgeht dann vielleicht die Probleme, die bei jedem Entwickler immer wieder erneut auftreten und sich so die verlorene Entwicklungszeit mit jedem Entwickler mutlipliziert.